Die „Autobahn“ der Reitervölker

Damit ist die eurasische Steppe gemeint, die sich im Westen von Ungarn über Kasachstan bis zur Mandschurei im Osten Asiens erstreckt.
Die Steppe ist ein idealer Wohnraum für pastorale, nomadisch lebende Völker, da ihr Vieh sich von dieser baumlosen Graslandschaft ernähren kann.

Autobahn Karte
Geographische Ausdehnung der eurasischen Steppe

Wie oben erwähnt, handelt es sich hierbei um eine mehrere Tausend Km lange Steppenlandschaft, von der man zu Pferd in jede Himmelsrichtung mit kaum geographischen Hindernissen reiten kann. Dies ist auch der Grund dafür, warum Reitervölker in der Geschichte in kurzer Zeit riesige Imperien gründen konnten. Viele aus dem Osten nach Europa kommende Nomaden haben sich in und um Ungarn angesiedelt bzw. dort regiert. Darunter die Hunnen und die Awaren.

Schon vor 5.000 Jahren z. B. kamen Gruppen von der „Jamnaja“-Kultur aus dem Steppengebiet des nördlichen Kaukasus und haben die europäischen sesshaften Völker (die vor-indoeuropäischen Völker) kulturell und linguistisch beeinflusst.

Nomaden haben durch die Vermischung mit den Bauern die Gene für Laktose-Toleranz, Technologien oder Erfindungen wie den Steigbügel, Nutztiere wie Pferde und viele andere Mitbringsel nach Europa tradiert, welche die Geschichte und Kulturen der Europäer bis heute prägt.

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