Das Bezeklik Totenbuch

Das Bezeklik-Totenbuch ist eine der wichtigsten buddhistischen Schriften, die im Bezeklik-Tempel in der Nähe der Stadt Turpan in Xinjiang, China, gefunden wurde. Es ist eines der ältesten erhaltenen Manuskripte, das in der alt-uigurischen Sprache geschrieben wurde und stammt aus der Zeit zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert.

Das Buch besteht aus einer Sammlung von Texten, die sich mit buddhistischen Lehren und Praktiken befassen, darunter auch Anweisungen für die Befreiung der Seele nach dem Tod. Es enthält auch zahlreiche Illustrationen und Darstellungen von buddhistischen Gottheiten und Szenen aus dem Leben Buddhas.

Die Schrift wurde auf Papier und Leinwand geschrieben und die Illustrationen wurden mit leuchtenden Farben aufgetragen, die bis heute ihre Intensität bewahrt haben. Das Bezeklik-Totenbuch ist ein wichtiger Beweis für den Einfluss des Buddhismus auf die Region Xinjiang und zeigt die enge Beziehung zwischen den uigurischen Nomaden und der buddhistischen Kultur.

Die Entdeckung des Bezeklik-Totenbuches und anderer Manuskripte in der Grotte von Bezeklik war ein wichtiger Schritt in der Erforschung der alt-uigurischen Schrift und hat dazu beigetragen, unser Verständnis der Sprache und Kultur der Uiguren zu erweitern.

Heute ist das Bezeklik-Totenbuch in verschiedenen Museen und Sammlungen auf der ganzen Welt zu sehen, darunter im British Museum in London und im Nationalmuseum für Ethnologie in Osaka, Japan. Es bleibt ein wichtiger historischer und kultureller Schatz und wird weiterhin von Gelehrten und Historikern untersucht und studiert.

Tausend Buddha Höhlen in Bezeklik, Turfan.

Quellen genutzt, darunter:

  • Beckwith, Christopher I. (2009). Empires of the Silk Road: A History of Central Eurasia from the Bronze Age to the Present. Princeton University Press.
  • Golden, Peter B. (2011). Central Asia in World History. Oxford University Press.
  • Kyzlasov, L. R. (2005). „A Brief History of the Sogdians“. In Khodjakuli Narshakhi, Yuri Bregel (eds.). History of Civilizations of Central Asia: Volume III. The Crossroads of Civilizations: A.D. 250 to 750. UNESCO Publishing.
  • Maue, Dieter (2001). „Zur Geschichte und Kultur der Uiguren im 8.-10. Jahrhundert“. In Dietmar W. Winkler (ed.). Uighurische Sprach- und Literaturdenkmäler. Steiner.
  • von Gabain, Annemarie (1950). „Die uigurische Version des Bezeklik-Totenbuchs“. Oriens Extremus. 3 (1/2): 103–148.
  • Yaldiz, Marianne (1990). „A Turkic Medical Treatise from Central Asia: A Unique Witness to the Medical and Religious Culture of the Karakhanids“. Oriens. 32: 166–196.

 

Titelbild: U 7123. Altuigurisches Buchrollenfragment des apokryphen buddhistischen Sūtras, Säkiz Yükmäk Yaruk.
Quelle: Fotostelle Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

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